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Funktionsanalyse

Kie­fer, Mus­keln und Zäh­ne sind stän­dig aktiv- ob beim Spre­chen, Essen oder Schla­fen. Schon ein leicht gestör­tes Zusam­men­spiel der Zäh­ne kann zu Fehl­be­las­tun­gen füh­ren, die das gesam­te Gebiss auf Dau­er schä­di­gen. Alle The­ra­pien von Funk­ti­ons­stö­run­gen zie­len dar­auf ab, das ursprüng­li­che Gleich­ge­wicht zwi­schen Zäh­nen, Mus­ku­la­tur und Kie­fer­ge­lenk wie­der her­zu­stel­len. Ein beson­de­res Augen­merk muss der Zahn­arzt daher auf die Pla­nung und Anfer­ti­gung von neu­em Zahn­ersatz legen, damit die­ser sich ide­al und funk­ti­ons­ge­recht in das Kau­sys­tem ein­fü­gen kann und kei­ne Stör­ge­füh­le, Beschwer­den oder gar Schä­den her­vor­ru­fen kann.

Im Rah­men der Funk­ti­ons­ana­ly­se wer­den ver­schie­de­ne Unter­su­chun­gen, sowohl manu­ell als auch instru­men­tell, vor­ge­nom­men, die in der Regel sehr kom­plex sind. Ziel ist es, die Bewe­gun­gen des Unter­kie­fers in unter­schied­li­chen Situa­tio­nen (Spre­chen, Kau­en, Ruhe­stel­lung usw.) fest­zu­hal­ten und dem Zahn­tech­ni­ker zu übermitteln.

Beson­ders wich­tig für die Anfer­ti­gung von Zahn­ersatz ist die genaue Posi­ti­on des Unter­kie­fers zum Ober­kie­fer zu bestim­men. Sie dient als Basis für die Bestim­mung von Höhe und Form des Zahn­ersat­zes. Auch Vor­schub- und Seit­wärts­be­we­gun­gen des Kie­fer­ge­lenks kön­nen so erkannt und rekon­stru­iert wer­den. Grund­sätz­lich gilt: Je mehr Infor­ma­tio­nen der Zahn­tech­ni­ker vom Zahn­arzt erhält, umso exak­ter kann er den Zahn­ersatz anfer­ti­gen und opti­mal anpassen.

Fehl­be­las­tun­gen im Zusam­men­spiel von Zäh­nen, Mus­ku­la­tur und Kie­fer­ge­lenk kön­nen sich unter Stress oder durch Ver­än­de­rung der Zahn­stel­lung ent­wi­ckeln. Abhil­fe für die Beschwer­den des Pati­en­ten kann in eini­gen Fäl­len eine her­aus­nehm­ba­re Auf­biß­schie­ne schaf­fen, die über­wie­gend nachts getra­gen wird. Sie soll das gestör­te Gleich­ge­wicht wiederherstellen.

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