Christina Klemmer
seit 2017 geprüfte zahnmedizinsche Fachangestellte
Schwerpunkt Assistenz
Bleaching, prof. Zahnreinigung
Materialbestellwesen
Claudia Brunert
- seit 28 Jahren ZFA
- qualifiziert in den Bereichen Patientenbetreuung, Stuhlassistenz, Röntgen, Prophylaxe,
Praxishygiene, Geräte- und Instrumentenpflege
Video-Brille
Damit unsere Patienten langwierige oder auch langweilige Behandlungssequenzen besser überstehen, können sie Filme ihrer Wahl über eine sogenannte Video- Brille betrachten. Es besteht aber auch die Möglichkeit Musik über Köpfhörer zu hören.
Digitales Röntgen
Eine der wichtigsten diagnostischen Untersuchungsmethoden ist das Röntgen, da ein nicht unerheblicher Teil der Karies, besonders im Anfangsstadium, nur auf dem Röntgenbild zu erkennen ist.
Beim digitalen Röntgen wird anstatt eines konventionellen Films ein s.g. Röntgensensor bleichtet, der mit einem PC verbunden ist. Das Röntgenbild wird so in Sekundenschnelle auf den Bildschirm übertragen und kann betrachtet werden. Der große Vorteil für unsere Patienten besteht in der 90% geringeren Strahlenbelastung gegenüber dem konventionellen Röntgen!
Somit entfallen langwierige Entwicklungsarbeiten und umweltbelastende Chemieabfälle.
Implantate
Implantate sind künstliche Zahnwurzeln und gelten als eleganteste und komfortabelste Möglichkeit, fehlende Zähne zu ersetzen, denn sie sind im Knochen fest verankert und äußerst stabil. In der Regel bestehen sie aus einem zylinderförmigen Stift oder einer Schraube aus Titan — ein Material, das in der Chirurgie schon lange genutzt wird und höchst biokompatibel ist. Implantate verhindern den weiteren Abbau von Kieferknochen und stabilisieren ihn.
Bedingungen für den Einsatz einer künstlichen Zahnwurzel sind ein abgeschlossenes Knochenwachstum, eine ausreichende Knochendichte sowie gesundes Zahnfleisch. Patienten, die an bestimmten Allgemeinerkrankungen leiden, können gegebenenfalls nicht implantiert werden.
Bevor der Zahnarzt das Implantat in den Kieferknochen einsetzen kann, müssen alle anderen Zähne saniert und Parodontalerkrankungen behandelt sein. Der eigentliche Eingriff erfolgt operativ in mehreren Schritten unter örtlicher Betäubung, bei umfangreicheren Implantationen auch unter Vollnarkose.
Das Implantat heilt in der Regel drei bis sechs Monate im Knochen ein, erst danach kann es belastet werden und der Implantataufbau eingeschraubt werden. In der Zwischenzeit erhält der Patient meist einen provisorischen Zahnersatz.
Ein auf Implantaten befestigter Zahnersatz kann höchste Ansprüche an Kaukomfort und Ästhetik befriedigen. Das kann eine Krone bei Verlust einzelner Zähne, eine Brücke beim Ersatz von mehreren Zähnen oder eine Prothese sein, wenn viele Zähne ersetzt werden müssen. Patienten, die sich für eine hochwertige Implantatlösung entschieden haben, sollten auch bei der Auswahl der Suprakonstruktion keine Kompromisse eingehen.
Parodontologie
Parodontitis ist eine entzündliche Erkrankung des Zahnbetts, bei der der Zahnhalteapparat abgebaut wird. Hervorgerufen wird sie durch besondere Keime und Bakterien, die sich im Zahnbelag, in verkalkten Ablagerungen am Zahnfleischrand und in der Zahnfleischtasche befinden. Die Bakterien sondern Giftstoffe ab, die in einer Zahnfleischtasche eine Entzündung verursachen.
Erste Anzeichen einer Parodontitis sind meist Zahnfleischbluten und Mundgeruch, das Zahnfleisch ist gerötet und geschwollen (Gingivitis). Bleibt dies unbehandelt, kommt es dann im weiteren Verlauf zum Rückgang von Zahnfleisch und Knochen und somit zu einer irreversiblen Schädigung des Zahnhalteapparates, die Zähne lockern sich. Daher ist es wichtig schon erste Anzeichen ernst zu nehmen und behandeln zu lassen.
Die Parodontitis ist nicht nur eine Gefahr für die Zähne, sondern für den gesamten Organismus, die schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben kann. Statistische Untersuchungen haben ergeben, dass durch Parodontitis jenseits des 40. Lebensjahres mehr Zähne verloren gehen als durch Karies.
Nach neuesten Untersuchungen fördern parodontitis-assoziierte Keime schwere Erkrankungen, denn Bakterien, die sich in entzündeten Zahnfleischtaschen befinden, können von dort aus unbemerkt in die Blutbahn gelangen.
Wissenschaftlich nachgewiesen sind heute bereits Zusammenhänge zwischen Parodontitis und Herz‑, Kreislauf- und Gefäßerkrankungen. Die Parodontitis ist ein gleich hoher Risikofaktor für Herzinfarkte, wie das Rauchen.
Bei schwangeren Frauen ist das Risiko einer Fehl- oder Frühgeburt um das 6 — 7‑fache erhöht!
Systematische Parodontalbehandlung:
Die Behandlung der Parodontitis ist keine Standardtherapie, sondern immer ein individuell ausgerichteter Behandlungsplan in mehreren Stufen. Ziel ist es, Entzündungsfreiheit zu erreichen, das Risiko des Zahnverlustes zu minimieren und in besonders problematischen Fällen wenigstens die Lebensdauer der Zähne etwas zu verlängern.Grundlage der Parodontalbehandlung ist eine intensive Vorbehandlung in Form einer professionellen Zahnreinigung, Aufklärung und Motivation des Patienten.
Zwei bis drei Wochen nach Abschluß der Vorbehandlung beginnt die eigentliche Therapie mit Reinigung und Glättung der Wurzeloberflächen, Entfernen von entzündlichem Gewebe und Ablagerungen und eventuellem Remodellieren des Zahnfleisches. In der modernen Zahnheilkunde erfolgt dies mit Hochfrequenz-Ultraschallgeräten äußerst gewebeschonend und schmerzfrei.An Zähnen mit stärkerem Knochenabbau können zusätzlich regenerative Maßnahmen zum Wiederaufbau des Knochens auf operativem Wege durchgeführt werden.
Regelmäßige Nachuntersuchungen und die Einbindung des Patienten in ein engmaschiges und konsequentes Prophylaxe-Programm sind der beste Weg um das Wiederaufflammen der Parodontitis zu vermeiden. Jede auch noch so gute Parodontalbehandlung kann nur eine "Pseudogesundheit" erreichen, die unbeaufsichtigt wieder zum Ausbruch der Erkrankung führt.
Funktionsanalyse
Kiefer, Muskeln und Zähne sind ständig aktiv- ob beim Sprechen, Essen oder Schlafen. Schon ein leicht gestörtes Zusammenspiel der Zähne kann zu Fehlbelastungen führen, die das gesamte Gebiss auf Dauer schädigen. Alle Therapien von Funktionsstörungen zielen darauf ab, das ursprüngliche Gleichgewicht zwischen Zähnen, Muskulatur und Kiefergelenk wieder herzustellen. Ein besonderes Augenmerk muss der Zahnarzt daher auf die Planung und Anfertigung von neuem Zahnersatz legen, damit dieser sich ideal und funktionsgerecht in das Kausystem einfügen kann und keine Störgefühle, Beschwerden oder gar Schäden hervorrufen kann.
Im Rahmen der Funktionsanalyse werden verschiedene Untersuchungen, sowohl manuell als auch instrumentell, vorgenommen, die in der Regel sehr komplex sind. Ziel ist es, die Bewegungen des Unterkiefers in unterschiedlichen Situationen (Sprechen, Kauen, Ruhestellung usw.) festzuhalten und dem Zahntechniker zu übermitteln.
Besonders wichtig für die Anfertigung von Zahnersatz ist die genaue Position des Unterkiefers zum Oberkiefer zu bestimmen. Sie dient als Basis für die Bestimmung von Höhe und Form des Zahnersatzes. Auch Vorschub- und Seitwärtsbewegungen des Kiefergelenks können so erkannt und rekonstruiert werden. Grundsätzlich gilt: Je mehr Informationen der Zahntechniker vom Zahnarzt erhält, umso exakter kann er den Zahnersatz anfertigen und optimal anpassen.
Fehlbelastungen im Zusammenspiel von Zähnen, Muskulatur und Kiefergelenk können sich unter Stress oder durch Veränderung der Zahnstellung entwickeln. Abhilfe für die Beschwerden des Patienten kann in einigen Fällen eine herausnehmbare Aufbißschiene schaffen, die überwiegend nachts getragen wird. Sie soll das gestörte Gleichgewicht wiederherstellen.
Kronen und Brücken
Kronen und Brücken sind wie Schutzkappen, die über die Zähne gestülpt werden, um sie in Form und Funktion wiederherzustellen. Meist ist dies nach einer ausgedehnten Karies der Fall oder wenn Zähne durch einen Unfall verloren gegangen sind.
Kronen und Brücken sind Zahnersatz, die vom Zahntechniker hergestellt werden.Man unterscheidet Vollguß‑, Verblend- und Vollkeramikkronen. Die Vollgußkrone ist i.d. Regel aus einer hochgoldhaltigen Metallegierung und wird meist aus ästhetischen Gründen nur im nicht sichtbaren Seitenzahnbereich eingesetzt. Sie ist besonders lange haltbar und zeichnet sich durch sehr gute Biokompatibilität aus.
Die Verblendkrone wirkt ästhetisch schöner, da der innere Kern aus Metall mit einer äußeren Schale aus Keramik oder Kunststoff verblendet wird. Die Verblendung kann die Krone nur partiell oder auch vollständig überziehen je nach Wunsch des Patienten.
Die Vollkeramikkrone ist die ästhetisch anspruchvollste Lösung für eine Kronenversorgung, denn die Keramik lässt sich am besten in Form und Farbe anpassen. Sie ist daher vor allem für den Frontzahnbereich geeignet, da sie durch ihre Farbbrillianz und Lichtdurchlässigkeit von natürlicher Zahnsubstanz kaum zu unterscheiden ist.
Für die Herstellung von festsitzendem Zahnersatz (Kronen und Brücken) als auch von herausnehmbarem Zahnersatz (z.B. Teleskop-Prothesen, Vollprothesen) nehmen wir uns viel Zeit.
Unsichtbarer und perfekter Zahnersatz lässt sich nur in sehr enger Zusammenarbeit mit hochwertig arbeitenden Zahntechniklabors herstellen. Wir arbeiten seit nunmehr zehn Jahren mit zwei ortsansässigen Labors zusammen, die hohe Qualitätsstandards setzen und durch kontinuierliche Fortbildung immer auf dem neuesten Stand der Technologieentwicklung sind.
Nach eingehender Diagnosestellung erarbeiten wir zusammen mit Patient und Labor ein individuelles Therapiekonzept sowie eine reibungslose Behandlungsplanung. Nur so können wir Zahnersatz herstellen, der unsere Patienten in Ästhetik, Funktion und Haltbarkeit überzeugt.
Auch für die Langlebigkeit von perfektem Zahnersatz ist eine engmaschige und kontinuierliche Individualprophylaxe unerlässlich und ein unbedingtes Muss!
Wurzelkanalbehandlung
Ist der Nerv eines Zahnes entzündet oder gar abgestorben, gibt es die Möglichkeit des Zahn durch eine Wurzelkanalbehandlung vor der Extraktion zu bewahren. Ziel jeder Wurzelkanalbehandlung ist es, das entzündete Zahnmark zu entfernen, das Zahninnere (Kanal) von Geweberesten und Keimen zu befreien und schließlich die gesäuberten Wurzelkanäle bakteriendicht zu verschließen.
Eine Wurzelkanalbehandlung ist nicht selten kompliziert und kann bis zu mehreren Wochen dauern, in deren Verlauf der Zahn mehrmals desinfiziert, mit medikamentösen Einlagen versorgt und abschließend gefüllt wird.
Eine Wurzelbehandlung muß nicht schmerzhaft sein, weder die Behandlung an sich, noch die Zeit danach. Wir sind heute in der Lage durch spezielle Anästhesietechniken oder aber durch spezielle entzündungshemmende Medikamente eine absolut schmerzfreie Behandlung durchzuführen.
Der Einsatz von modernen Techniken wie Lupenbrille und maschinelle Wurzelkanalaufbereitung mit Spezialfeilen sind die Grundlage für einen langfristigen Behandlungserfolg.
Veeners, keramische Verblendschalen
Veneers eignen sich sehr gut, stark verfärbte Zähne und Zähne mit unschönen Schmelzdefekten kosmetisch zu korrigieren. Veneers sind hauchdünne Verblendschalen aus Keramik, die auf den Zahn aufgeklebt werden und kleine Makel unsichtbar machen. Die Zähne bekommen so ein neues "Weiß" und gleichzeitig lassen sich Form und Stellung korrigieren.
Das Anfertigen von Veneers bedeutet höchste Präzisionsarbeit, denn der Zahnschmelz wird nur bis zu höchstens 0,5mm abgetragen. Dieses absolut minimal-invasive Verfahren gilt als hohe Schule der Zahnmedizin, denn das Beschleifen der Zähne und die Anfertigung der Keramikschalen erfordern ein besonders feinfühliges und exaktes Arbeiten von Zahnarzt und Zahntechniker.