Sedierung mit Lachgas
Die Angst vor zahnärztlichen Eingriffen kann durch diese altbewährte und sichere Behandlungsmethode leicht überwunden werden.
Aufgrund der hohen Patientensicherheit ist die Lachgassedierung auch sehr gut für Kinder geeignet.
Lachgas, chemisch Stickoxydul oder N2O, wird mit Sauerstoff gemischt und über eine Nasenmaske eingeatmet. Das Gasgemisch wird individuell auf den Patienten eingestellt.
Nach kurzem Einatmen stellt sich ein beruhigendes Entspannungsgefühl ein, bei vollem Bewusstsein. Der Patient ist während der gesamten Zeit ansprechbar und die Behandlung kann angstfrei ablaufen.
Nach Absetzen der Nasenmaske verschwindet die Wirkung nach einigen Minuten und man ist wieder verkehrstüchtig.
Ernährungs-Tipps
Der größte Feind für die Zahngesundheit ist Zucker, denn Zucker wird von Bakterien zu Säuren umgewandelt, die den Zahnschmelz angreifen. Um Ablagerungen solcher Bakterien zu vermeiden, müssen die Zähne mindestens zweimal täglich gründlich geputzt werden. Darüber hinaus ist zur "Tiefenreinigung" der Zähne eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung sehr empfehlenswert. Eine zahnfreundliche Ernährung hilft zusätzlich, Karies zu vermeiden.
Zucker verbirgt sich in vielen Speisen, in denen man ihn gar nicht vermutet hätte. Das sind die so genannten versteckten Zucker. Versteckt sind die weißen süßen Kristalle beispielsweise in Lebensmitteln wie Müsli, Fruchtjoghurt oder auch Ketchup.
Auch Produkte, die mit den Worten "zuckerfrei" oder "ohne Zuckerzusatz" gekennzeichnet sind, können Karies fördern. Diese Lebensmittel enthalten Glukose, Fruktose, Laktose oder Maltose, die ebenso wie Haushaltszucker zu Karies führen.
Nach neuesten Untersuchungen sollen Schleckereien aus gekochter Stärke, wie sie in Kartoffelchips vorkommt, Karies sogar noch mehr fördern als konventioneller Zucker.
Patienten, die sehr kariesanfällig sind oder ihre Zähne besonders schützen möchten, sollten Lebensmittel verwenden, die mit Zuckerersatzstoffen gesüßt sind.
Diese Alternative zu Zucker schmeckt besonders süß, ist zahnfreundlich, da sie weder Plaque noch Karies verursacht, und verändert den Blutzuckerspiegel nicht.
Klebrige und damit länger anhaftende Speisen wie Karamellbonbons, Bananen oder Honig sind viel gefährlicher als z.B. der einmalige Genuss von Schokolade.
Fruchtsäfte enthalten eine unvorteilhafte Kombination aus Fruchtzucker und Fruchtsäure. Darum nach dem Trinken von Fruchtsäften mit Wasser nachspülen.
Säurehaltige Nahrungsmittel, wie Zitrusfrüchte, Obstsäfte und Softdrinks können die Oberfläche des Zahnschmelzes anlösen. Unmittelbares Zähneputzen würde hier zu einem Verlust an Zahnhartsubstanz führen. Die Zähne sollten daher frühestens eine halbe Stunde nach dem Genuss von sau
Zahnpflege-Tipps
Zähne sollten lieber nur zweimal täglich intensiv geputzt werden als dreimal nachlässig. Besonders wichtig bei der Zahnpflege ist der Bereich am Zahnhals, der nahe am Zahnfleisch liegt. Er sollte besonders gründlich gereinigt werden, damit sich Bakterien und Keime nicht einnisten können.
Mindestens drei Minuten sollte sich jeder für die Zahnreinigung nehmen. Hilfreich kann sein die Zähne immer in einer bestimmten Reihenfolge zu reinigen, zum Bespiel nach der KAI-Methode (Kauflächen, außen, innen). Ideal dabei ist, die Zahnbürste mit wenig Druck über die Zahnflächen zu führen.
Die ideale Zahnbürste lässt sich am besten mit dem Zahnarzt oder der Prophylaxe-Mitarbeiterin gemeinsam bestimmen. Besonders hervorzuheben sind hier jedoch die neu entwickelten elektrischen ultraschallbetriebenen Zahnbürsten. Im allgemeinen sollte man beim Kauf einer neuen Zahnbürste darauf achten, dass die Borsten abgerundet sind und grundsätzlich keine Naturborsten verwenden.
Alle acht Wochen sollte die Zahnbürste gewechselt werden, da die Reinigungswirkung nachlässt und sich Bakterien leichter einnisten können.
Fluoride sind erwiesenermaßen einer der Hauptgründe für den Rückgang der Karies in den Industrieländern, darum ist es wichtig immer eine Zahnpasta mit Fluoriden zu wählen.
Zahnseide, Zahnfloss, Zungenreiniger und Interdentalbürstchen sind Mundhygienehilfsmittel, die regelmäßig angewandt werden sollten, um die Zahnzwischenräume und Zunge zu reinigen. Der Gebrauch der Mundhygienehilfsmittel muss geübt werden. Die Prophylaxemitarbeiterin oder der Zahnarzt demonstrieren gerne den Gebrauch.
Einige Hinweise:
- Mundspülungen und Mundduschen entfernen die Beläge nicht ausreichend. Die schädliche und klebrige Plaque wird durch das Duschen nicht entfernt!
- Auch bei Verwendung von elektrischen Zahnbürsten müssen alle Zahnflächen systematisch gereinigt werden.
- Nach dem Genuss von Speisen und Getränken sollte mindestens eine halbe Stunde mit dem Zähneputzen gewartet werden. Nur so werden die durch PH-Wertverschiebungen säuregelösten Zahnbestandteile nicht weggeputzt.
- Das heißt zum Beispiel, dass man sich nicht nach dem Frühstück die Zähne putzen sollte! Besser ist es zuerst Zähne zu putzen, dann zu frühstücken und anschließend entweder den Mund gut mit Wasser auszuspülen oder einen Zahnpflegekaugummi zu verwenden.
- Nach dem Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta sollte nur der überschüssige Schaum ausgespuckt und nicht mit Wasser nachgespült werden. Auf diese Weise werden die Zähne noch einige Minuten nachfluoridiert – die beste Prophylaxe für Ihre Zähne. Übrigens ist dieses Vorgehen auch bei Kindern sehr empfehlenswert.
- Der größte Anteil der Bakterienflora der Mundhöhle liegt auf dem Zungenrücken. Daher messen wir der Zungenreinigung heute eine hohe Bedeutung bei.
Individualprophylaxe für Erwachsene
Um die eigenen Zähne lange gesund und schön zu erhalten, reicht die Zahnpflege zu Hause oft nicht aus. Denn Karies und Parodontitis treten besonders leicht da auf, wo die Zahnbürste nicht hinkommt. Der Konsum von zuckerhaltigen Speisen und Getränken fördert die Entstehung von Karies durch gefährliche Säuren, die unser Organismus alleine nicht eliminieren kann. Sinnvoll ist daher ein ergänzendes und regelmäßiges Prophylaxe-Programm durchzuführen, dessen Ziel es ist, zukünftig die Entstehung von Karies und Parodontose gezielt zu vermeiden.
Besonders hervorzuheben ist, dass das individuelle Prophylaxe-Programm nicht nur für Patienten, die besonders kariesanfällig sind oder bereits unter Parodontitis leiden, geeignet ist.
Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass das Karies- und Parodontitis-Risiko durch regelmäßige Individualprophylaxe erheblich gesenkt wird, sodaß diese Erkrankungen gar nicht erst entstehen.
Die Individualprophylaxe wird auf jeden Patienten speziell abgestimmt. Mit Hilfe einiger Tests können Mundhygiene-Werte ermittelt werden, die zeigen, wie und an welchen Stellen im Gebiss ein Patient für Karies und Parodontitis anfällig ist. Dazu kann auch eine genaue Keimbestimmung und Speichelanalyse sehr hilfreich sein. Zusätzlich zu Ernährungsberatung und Mundhygiene-Tips lernt der Patient den richtigen Umgang mit Mundhygienehilfsmitteln wie Zahnseide oder Interdentalbürsten und erhält ein auf ihn maßgeschneidertes Mundhygiene-Programm.
Der zweite Schritt in der Individualprophylaxe ist eine professionelle Zahnreinigung. Diese Behandlung geht weit über die Zahnsteinentfernung im Rahmen der halbjährlichen Kontrolluntersuchung hinaus.
Hierzu gehören folgende Schritte:
- Entfernung harter und weicher Beläge (Zahnstein und Plaque)
- Intensive Reinigung der Zahnoberflächen und besonders der Zahnzwischenräume
- Entfernung von hartnäckigen Verfärbungen durch Tee, Kaffee, Rotwein oder Nikotin
- Politur aller Zahnflächen, damit sich neue Bakterien nicht so schnell anheften können
- Fluoridierung der Zähne, um sie widerstandsfähiger gegen Karies zu machen
- Regelmäßige Überwachung, Beratung und Motivation
- Aufzeigen der individuellen Mundhygienedefizite
Individualprophylaxe sowie professionelle Zahnreinigung im Erwachsenenalter sind Privatleistungen, deren Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden.
Kinder- & Jugendprophylaxe
Es ist allgemein bekannt, dass Eltern durch gesunde Ernährung einen Beitrag zum Wohlbefinden ihres Kindes leisten können. Weniger bekannt ist, dass auch die gewissenhafte Mundhygiene der Eltern eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass ihre Sprösslingen gesunde Zähne behalten. Denn ohne es zu wissen, können Eltern Karies verursachende Bakterien an ihre Kinder übertragen — zum Beispiel durch das Ablecken von Löffeln oder Lutschern. Ob bei einem Kind später Karies entsteht, hängt aber natürlich ebenso von der Mundhygiene im frühen Kindesalter und dem Immunsystem des Kindes.
FLUORIDE: ein gutes Mittel gegen Karies bei Kindern sind fluoridhaltige Zahnpasten. Die Zähne werden durch das Fluorid optimal geschützt. Welche Konzentration und welche Anwendung für das Kind geeignet sind, sollten die Eltern mit dem Zahnarzt besprechen.
FRÜHE GEWÖHNUNG: Eltern sollten ihre Kinder so früh wie möglich an eine regelmäßige Zahnpflege heranführen — am besten direkt wenn die ersten Milchzähne durchbrechen. Anfänglich reichen zur Reinigung durchaus Q‑Tips oder auch s.g. Beißringzahnbürsten, später sind weiche, kleine Zahnbürsten und Kinderzahnpasta empfehlenswert.
RUNDUM SAUBER: Wichtig ist, dass alle Zahnflächen gereinigt werden. Am besten sollten die Zähne dabei immer in derselben Reihenfolge geputzt werden und zwar am besten einfach mit kreisenden Bewegungen. Eltern sollten zunächst gemeinsam mit dem Kind die Zähne säubern. Nach einer Eingewöhnungszeit reicht es dann, dem Kind lediglich beim Putzen zu helfen und falls notwendig noch einmal nachputzen.
LUST AUF ZAHNPFLEGE: Wunder bewirkt, wenn Sprösslinge beim Kauf der Zahnbürste selbst aussuchen und entscheiden dürfen und vielleicht sogar zu Hause die Möglichkeit haben aus mehreren bunten Zahnbürsten wählen zu können.
Eltern sollten ihre Kinder schon früh an einen regelmäßigen Zahnarztbesuch gewöhnen. Bei Kleinkindern sind Frühuntersuchungen aus verschiedenen Gründen sinnvoll und wichtig — unter anderem, um rechtzeitig mögliche Erkrankungen zu erkennen und um frühzeitig mit einem Individualprophylaxe-Programm starten zu können.